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Auszubildende zum Landschaftsgärtner

27.01.2026 gpp/ cr

Ausgerechnet Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau

Rund 470.000 Menschen starten in Deutschland jedes Jahr in eine duale Berufsausbildung. Eltern, Verwandte und Freunde sind in dieser Phase wichtige Berater, darüber hinaus gibt es vielfältige Informationen im Internet und in den Sozialen Medien.

Ein beliebter Ausbildungsberuf

„Dennoch ist es alles andere als einfach, die Entscheidung für den individuell richtigen Beruf zu treffen“, so Thomas Wiemer vom Ausbildungsförderwerk des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (AuGaLa), „immerhin gibt es derzeit in Deutschland rund 330 anerkannte Ausbildungsberufe und der Grad der Spezialisierung nimmt weiterhin zu.“ Von den sieben Sparten im Berufsfeld Gartenbau ist der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, kurz GaLaBau, mit weitem Abstand der beliebteste. Etwa 4.500 Menschen beginnen bundesweit pro Jahr eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner, zur Landschaftsgärtnerin.

Zu der praktischen Ausbildung im Betrieb gehören die sogenannte überbetriebliche Ausbildung, in der spezielle Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, und die Berufsschule.

Motive und Erfahrungen

Junge Männer und Frauen mit höchst unterschiedlichen Schulabschlüssen lernen gemeinsam, einige kommen von Haupt- oder Realschulen, andere haben (noch) keinen Schulabschluss, einige Abitur, einer hat sogar schon ein Studium abgeschlossen und erst danach die Ausbildung angefangen.

Viele haben vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum im GaLaBau absolviert, vorher aber auch in andere Berufe hineingeschnuppert.

Wenngleich ein Praktikum nicht alles abbilde, was im Beruf passiert, sei es doch eine gute Hilfe bei der Entscheidung, so die klare Empfehlung der Auszubildenden. Empfehlenswert ist, konkret in dem Betrieb, in dem man die Ausbildung machen möchte, ein paar Tage auf Probe zu arbeiten, schon weil die Betriebe unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte haben. Einige arbeiten am liebsten mit Pflanzen, andere mit Naturstein oder Holz, aber auch die Arbeit mit Maschinen macht vielen Spaß.

Im Team funktioniert alles

Auszubildende betonen, dass die meisten Arbeiten nur im Team funktionieren: Man ist nie allein auf der Baustelle und hilft sich gegenseitig. Es schweißt zusammen, ein Projekt gemeinsam zu schaffen, gerade wenn es auch mal regnet oder technische Probleme auftauchen.

Diese Erfahrungen bestätigen auch die Lehrkräfte: „Landschaftsgärtner sind Teamplayer, man merkt im Klassenverband, dass sie aus den Betrieben gewohnt sind, zusammenzuarbeiten und sich zu unterstützen“, so Johannes Mäueler, der auch Auszubildende in anderen Berufen unterrichtet. „Landschaftsgärtner sind außerdem phantasievoll, sie wollen etwas verwirklichen und sind im Denken freier und flexibler als manch andere“.

Ein Beruf mit Wirkung

Machen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner einen wichtigen Job? Auf diese Frage gibt es eindeutige Antworten: „Na klar, wir schaffen Lebensräume für Menschen und Tiere“, „unser Arbeitsfeld macht einen Großteil des Stadtbildes aus“, „Grünflächen und Gärten sind wichtig in Zeiten des Klimawandels“ - die Berufsschülerinnen und -schüler sehen ihre Branche als gesellschaftlich relevant.

In der Mitte ihrer Ausbildung wissen zwar noch nicht alle, was sie für die Zukunft planen, einige haben aber schon klare Vorstellungen. Der eine will erst einmal Erfahrungen sammeln und dann zur Meisterschule, ein anderer will studieren und strebt langfristig eine gute Mischung von praktischer Arbeit in Gärten und planender Büroarbeit an. Auch eine Weiterbildung zur Baumkletterin lässt sich anschließen. Die meisten wollen im Beruf bleiben, einige träumen aber erst erstmal von einem Jahr „Work & Travel“ oder streben überhaupt eine lange Auslandsreise an, um später zurückzukommen und voll einzusteigen. gpp/ cr

Auszubildende zum Landschaftsgärtner
Etwa 4.500 Menschen beginnen bundesweit pro Jahr eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner, zur Landschaftsgärtnerin. Fotos: AuGaLa/gpp
Auszubildende zum Landschaftsgärtner
In der Berufsschule wird nicht nur am Schreibtisch Theorie gelernt, es gibt auch praktische Unterweisung zur Material- und Pflanzenkunde.

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